Die Dank-Bar-keit ist mit nichts zu bezahlen. Ich kenne
kaum jemanden, der ein "Danke" einfach so akzeptiert.
Oft bekomme ich einen erstaunten Blick, so nach dem
Motto: "wie jetzt, einfach nur so?" Einfach ohne
Hintergedanken, ohne Erwartungshaltung, ohne Erklärung
und ohne das Geltungsbedürfnis oder das Gefühl des
Bloßstellens. Warum fällt es uns so schwer einfach die
Annahme des "Danke" als Geschenk zu betrachten? Ich
öffne meinem Gegenüber mein Herz und zeigt Dir meine
Offenbarung meiner nackten Gefühle. Zurück bekomme ich
eine Rückmeldung von Überforderung, Unpassend, oder das
ein Danke ohne nähere definierte präzise zu den Momenten
zugeschnittenen Erlebnissen nicht zuzuordnen sei. Es ist
eine Form der Selbstliebe und nicht aus dem Bedürfnis
heraus, dem anderen zu gefallen. Wenn du selbst genug
Liebe in Deinem Zentrum, deinem Herzen spürst, wirst du
bedingungslos Liebe, Dankbarkeit und Fülle geben können.
Ohne Netz und doppelten Boden, ohne Hintergedanken und
ohne sich selbst dabei komisch vorzukommen. Es ist ein
Teil-Haben an der eigenen Freude, Liebe zu sich selbst
und der Dankbarkeit. Und versuche Anzunehmen, dass ein
"Kompliment", wenn es ehrlich und offen gemeint ist, ein
schönes Geschenk ist.
Wann hast du das letzte Mal aus tiefstem Herzen gedankt?
Ich meine ein "Danke", das jede Zelle Deines Körpers
erfüllt hat und in Dir selbst ein friedvolles Gefühl von
Dankbarkeit freisetzt. Zu danken ist zunächst eine
Einstellung, es kann Deine Sicht auf Dein Leben sehr
stark beeinflussen. Mach Dir bewusst, was in Deinem
Leben alles gut ist, was Dir gefällt und Freude macht.
Das können so große Dinge, wie eine schöne Wohnung,
tolle Freunde, liebevolle Kinder usw. sein.Es können
auch kleine Dinge sein wie eine schöne Blüte auf dem
Balkon oder Garten, eine unerwartete Postkarte, ein
nettes Gespräch oder auch die tolle Möglichkeit, Dich
weiterzuentwickeln. Nimm all diese guten Dinge in Deinem
Leben bewusst wahr und danke dem Leben dafür, gib durch
dein Bewusstsein Dir die Kraft.
Wenn du weiter gehst, kannst du auch für die Dinge danken, die zwar noch nicht in Deinem Leben existieren, von denen du aber möchtest, das sie erscheinen. Verhalte Dich innerlich so, als ob diese Dinge schon da sind und du dafür dankst. Es entsteht mit der Zeit eine Energie, die es möglich macht, dass diese Dinge wirklich in Dein Leben kommen können. Es wirkt das Gesetz der Anziehung.
Und wenn du Dein Danken nicht mehr auf die "vermeintlichen" guten Dinge in Deinem Leben beschränkst, sondern alles mit ein beziehst, wirst du erleben, dass du ein Teil des großen "Prozesses" der ganzen Welt bist. Alles hat seine Richtigkeit. Die Krisen im Leben ermöglichen eine Entwicklung, die sonst nicht möglich ist. Das weiß ich vorher meist nicht und oft erschließt es sich für mich erst nach einer gewissen Zeit des Schmerzes, des Lernens und des Abschieds. Für alles Danken zu können ist eine sehr tiefe spirituelle Dimension. Denn es bedeutet, dass du jeden Moment willkommen heißt, so wie er sich Dir in Deinem Leben zeigt. Du begegnest keinen Moment mehr mit Widerstand. Du hörst mit den (Ver- und Be-) Urteilen auf. Du erlebst, du wirst getragen von der inneren Gewissheit, das es ein größeres Ganzes gibt, in dem alles Sinn macht und du kannst aus tiefstem Herzen "Danke" sagen. Ein "Danke" an das Leben an sich.